Proton Pass vs LastPass
Ende-zu-Ende-verschlüsselte Passwortverwaltung von den Machern von Proton Mail. Proton Pass bietet kostenlos unbegrenzt viele Passwörter, integrierte E-Mail-Aliase und Schweizer Datenschutz — ohne die Datenleck-Vergangenheit von LastPass.
Warum von LastPass zu Proton Pass wechseln?
LastPass war einst der beliebteste Passwort-Manager der Welt, doch sein Ruf wurde durch die verheerenden Datenlecks von 2022 und 2023 zerstört. Angreifer stahlen die verschlüsselten Passwort-Tresore von Millionen Nutzern sowie unverschlüsselte Metadaten wie Website-URLs. In den Monaten danach brachten Sicherheitsforscher Kryptowährungsdiebstähle in Höhe von Hunderten Millionen Dollar mit den gestohlenen LastPass-Daten in Verbindung. Die Lecks offenbarten grundlegende Schwächen in der Sicherheitsarchitektur, die seit Jahren bestanden hatten.
Proton Pass, 2023 vom Schweizer Unternehmen Proton AG (den Machern von Proton Mail) eingeführt, wurde von Grund auf mit den Lehren aus dem Versagen von LastPass entwickelt. Jedes Datum in Ihrem Proton-Pass-Tresor — Passwörter, Notizen, Benutzernamen und sogar Website-URLs und Metadaten — wird Ende-zu-Ende-verschlüsselt, bevor es Ihr Gerät verlässt. Die Server von Proton haben nie Zugriff auf Ihre unverschlüsselten Tresordaten, womit genau die Art von Angriff ausgeschlossen ist, die LastPass-Nutzer getroffen hat.
Gestützt auf Schweizer Datenschutzrecht, entwickelt vom selben Team, das Proton Mail am CERN ins Leben rief, und als Open-Source-Software mit unabhängigen Sicherheitsaudits veröffentlicht, steht Proton Pass für einen grundlegend sichereren und datenschutzfreundlicheren Ansatz der Passwortverwaltung.
Funktionsvergleich
| Funktion | Proton Pass | LastPass |
|---|---|---|
| Ende-zu-Ende-Verschlüsselung | ✅ Alle Daten einschl. Metadaten | ⚠️ Passwörter verschlüsselt, URLs waren es nicht |
| Kostenloser Tarif | ✅ Unbegrenzt viele Passwörter und Geräte | ⚠️ Auf 1 Gerätetyp beschränkt |
| Open Source | ✅ Ja (geprüft) | ❌ Proprietär |
| E-Mail-Aliase | ✅ Integriert (SimpleLogin) | ❌ Nein |
| Integrierte 2FA | ✅ TOTP-Authenticator | ⚠️ Separate Authenticator-App |
| Passkey-Unterstützung | ✅ Ja | ✅ Ja |
| Passwörter teilen | ✅ Kostenpflichtige Tarife | ✅ Ja |
| Datenleck-Überwachung | ✅ Dark Web Monitoring (Plus) | ✅ Dark Web Monitoring |
| Sicherheitsbilanz | ✅ Sauber (keine Datenlecks) | ❌ Mehrere schwere Datenlecks |
| Desktop-App | ✅ Apps für Windows, macOS und Linux (seit 2024) | ✅ Desktop-App verfügbar |
| Speicherort der Daten | Schweiz 🇨🇭 + EU/EWR (Deutschland, Norwegen) | Vereinigte Staaten 🇺🇸 |
Preise
Proton Pass bietet einen großzügigen kostenlosen Tarif und konkurrenzfähige Bezahltarife:
- Proton Pass Free: Dauerhaft kostenlos — unbegrenzt viele Passwörter und Geräte, 10 E-Mail-Aliase, 2FA-Authenticator, Passkey-Unterstützung
- Proton Pass Plus: 2,99 $/Monat bei jährlicher Zahlung (35,88 $/Jahr) oder 4,99 $ monatlich — unbegrenzt viele E-Mail-Aliase, integrierte 2FA für alle Logins, Passwörter teilen, Dark Web Monitoring, Berichte zur Passwort-Gesundheit
- Proton Pass Family: 4,99 $/Monat bei jährlicher Zahlung (6,99 $ monatlich)
- Proton Unlimited: 9,99 $/Monat (bei jährlicher Zahlung) — bündelt Proton Pass Plus mit Proton Mail Plus, Proton VPN Plus, Proton Drive und Proton Calendar
- Proton Pass Essentials / Professional (Business): 1,99 $ / 4,49 $ pro Nutzer/Monat bei jährlicher Zahlung, mindestens 3 Nutzer — Admin-Steuerung, Teilen im Team, Aktivitätsprotokolle; Professional ergänzt SSO/SCIM und Unternehmensrichtlinien
- LastPass Free: Kostenlos — auf einen Gerätetyp beschränkt (Mobilgerät oder Desktop), kein Teilen von Passwörtern
- LastPass Premium: 3 $/Monat — alle Gerätetypen, 1 GB Dateispeicher, Notfallzugriff, Dark Web Monitoring
- LastPass Families: 4 $/Monat — bis zu 6 Nutzer, gemeinsame Ordner
- LastPass Business: Ab 7 $/Nutzer/Monat — Admin-Steuerung, Verzeichnisintegration
Proton-Preise in USD laut proton.me, Oktober 2026.
Der kostenlose Tarif von Proton Pass ist deutlich großzügiger als LastPass Free: unbegrenzt viele Passwörter auf unbegrenzt vielen Geräten, während LastPass kostenlose Nutzer auf einen einzigen Gerätetyp beschränkt. Der kostenpflichtige Tarif Proton Pass Plus liegt mit 2,99 $/Monat (bei jährlicher Zahlung) etwa gleichauf mit LastPass Premium für 3 $/Monat, enthält aber Funktionen wie E-Mail-Aliase, die LastPass zu keinem Preis anbietet.
Datenschutz & Datensouveränität
Proton Pass profitiert von der branchenführenden Datenschutzinfrastruktur der Proton AG:
- Hauptsitz in Genf, Schweiz — geschützt durch das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG), eines der stärksten Datenschutzregelwerke der Welt
- Schweizer Unternehmen mit Infrastruktur in der Schweiz und zunehmend in der EU bzw. im EWR: Seit 2025 verlagert Proton den Großteil seiner physischen Infrastruktur nach Deutschland und Norwegen, als Reaktion auf geplante Änderungen des Schweizer Überwachungsrechts — so oder so außerhalb der US-Jurisdiktion
- Nicht dem US CLOUD Act, FISA oder Patriot Act unterworfen
- Nicht den EU-Vorgaben zur Vorratsdatenspeicherung unterworfen (die Schweiz ist kein EU-Mitglied)
- Dank Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kann Proton selbst auf Anordnung Schweizer Gerichte nicht auf Ihre Tresordaten zugreifen
- Quelloffene Client-Anwendungen ermöglichen die unabhängige Überprüfung der Verschlüsselungsversprechen
- Unabhängig geprüft von renommierten Sicherheitsfirmen, mit veröffentlichten Auditberichten
- Keine Werbung, kein Data-Mining, kein Tracking durch Dritte in irgendeinem Proton-Produkt
- Das Geschäftsmodell von Proton beruht auf Abo-Einnahmen — Ihre Daten sind nie das Produkt
- Gegründet von Wissenschaftlern, die sich am CERN kennenlernten, mit einem klaren Bekenntnis zum Datenschutz
Der Kontrast zu LastPass ist deutlich. Das Datenleck von 2022 machte öffentlich, dass LastPass Website-URLs unverschlüsselt neben den verschlüsselten Passwort-Tresoren speicherte. So konnten Angreifer lohnende Ziele (Kryptobörsen, Banking-Websites) identifizieren, ohne die Tresore selbst knacken zu müssen. Proton Pass verschlüsselt alles, auch die Metadaten.
Migrationsanleitung
Die Migration von LastPass zu Proton Pass ist unkompliziert:
- LastPass-Tresor exportieren — melden Sie sich bei LastPass an, gehen Sie zu Erweiterte Optionen > Exportieren und laden Sie Ihren Tresor als CSV-Datei herunter. Bewahren Sie die Datei vorübergehend an einem sicheren Ort auf — sie enthält alle Passwörter im Klartext. (5 Minuten)
- Proton-Konto erstellen — auf proton.me, falls Sie noch keines haben. Wenn Sie bereits Proton Mail oder Proton VPN nutzen, können Sie Ihr bestehendes Konto verwenden. Wählen Sie ein starkes Master-Passwort — das einzige, das Sie sich künftig merken müssen. (5 Minuten)
- Proton Pass installieren — die Browsererweiterungen für Ihre bevorzugten Browser (Chrome, Firefox, Edge, Brave) sowie die mobilen Apps für iOS und Android. Melden Sie sich auf jedem Gerät mit Ihrem Proton-Konto an. (10 Minuten)
- LastPass-Daten importieren — mit dem integrierten Import-Tool von Proton Pass. Öffnen Sie in der Erweiterung Einstellungen > Importieren, wählen Sie LastPass als Quelle und laden Sie die exportierte CSV-Datei hoch. Alle Passwörter, Notizen und Zugangsdaten landen in Ihrem Proton-Pass-Tresor. (5 Minuten)
- Zusätzliche Sicherheitsfunktionen aktivieren — richten Sie den integrierten 2FA-Authenticator für Ihre wichtigsten Konten (E-Mail, Bank, Cloud-Dienste) ein, indem Sie die QR-Codes in Proton Pass scannen. Erzeugen Sie E-Mail-Aliase für Konten, bei denen Sie Ihre echte Adresse verbergen möchten. (15–30 Minuten)
- Prüfen und aufräumen — melden Sie sich bei Ihren wichtigsten Konten an (Bank, E-Mail, soziale Netzwerke), um zu prüfen, ob Proton Pass korrekt ausfüllt. Suchen Sie nach Importfehlern oder doppelten Einträgen. Löschen Sie danach die exportierte LastPass-CSV-Datei sicher und anschließend Ihr LastPass-Konto. (30 Minuten)
Geschätzte Gesamtzeit: 1–2 Stunden für die komplette Migration. Schwierigkeitsgrad: Einfach — keine technischen Vorkenntnisse nötig.
Beispielszenarien
Illustrative Szenarien, wie Teams diese Tools typischerweise einsetzen – keine dokumentierten Kundenfallstudien.
-
Ein Startup-Gründer aus Berlin migrierte sein gesamtes Unternehmen (23 Mitarbeitende) von LastPass zu Proton Pass for Business, nachdem die LastPass-Lecks eine dringende Sicherheitsüberprüfung ausgelöst hatten. Die Migration war mit dem Import-Tool von Proton Pass an einem einzigen Nachmittag erledigt, und die integrierte Alias-Funktion machte ein separates SimpleLogin-Abo überflüssig, für das das Unternehmen bis dahin bezahlt hatte. Das Hosting in der Schweiz erfüllte die Anforderungen der deutschen Datenschutzaufsicht an Passwortverwaltungsdienste, ohne dass eine zusätzliche juristische Prüfung nötig war.
-
Ein freiberuflicher Webentwickler in Amsterdam wechselte von LastPass zu Proton Pass Free und stellte fest, dass die kostenlose Stufe mehr kann als sein bisheriges LastPass-Premium-Abo. Unbegrenzt viele Passwörter auf allen Geräten, der integrierte 2FA-Authenticator und 10 E-Mail-Aliase ersetzten drei separate Tools (LastPass, Google Authenticator und einen Wegwerf-E-Mail-Dienst). Der quelloffene Code gab ihm Vertrauen in die Sicherheitsversprechen — er sah sich die Verschlüsselungsimplementierung auf GitHub an und war mit der Architektur zufrieden.
-
Eine Schweizer Finanzberatungsfirma führte Proton Pass for Business im Rahmen einer umfassenden Migration ins Proton-Ökosystem (Proton Mail, Proton VPN, Proton Drive) ein. Schweizer Finanzvorschriften verlangen, dass kundenbezogene Zugangsdaten und sensible Zugriffsinformationen mit angemessener Verschlüsselung und rechtlichen Garantien gespeichert werden. Die Schweizer Jurisdiktion, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und die Zero-Knowledge-Architektur von Proton Pass erfüllten die Compliance-Anforderungen der Firma, und die Berichte zur Passwort-Gesundheit halfen, schwache und mehrfach verwendete Passwörter im Team aufzuspüren.
Unternehmenshintergrund
Die Proton AG wurde 2014 von Andy Yen, Jason Stockman und Wei Sun gegründet, drei Wissenschaftlern, die sich am CERN (der Europäischen Organisation für Kernforschung) in Genf kennengelernt hatten. Das Unternehmen startete mit Proton Mail, dem weltweit größten Ende-zu-Ende-verschlüsselten E-Mail-Dienst, und hat sich seither zu einem umfassenden Datenschutz-Ökosystem mit Proton VPN, Proton Drive, Proton Calendar und Proton Pass erweitert.
Proton Pass wurde im Juni 2023 als jüngster Teil des Proton-Ökosystems eingeführt. Der Passwort-Manager wurde von Grund auf neu entwickelt statt zugekauft, sodass das Team eine moderne Sicherheitsarchitektur bauen konnte, die aus den Fehlern bestehender Passwort-Manager lernte — allen voran aus den katastrophalen LastPass-Lecks. Die Entscheidung, sämtliche Tresordaten einschließlich der Metadaten (URLs, Benutzernamen, Notizen) zu verschlüsseln, war eine direkte Antwort auf die LastPass-Schwachstelle, bei der unverschlüsselte URLs gezielte Angriffe auf die Betroffenen ermöglichten.
Ein wichtiger strategischer Schritt war 2022 die Übernahme von SimpleLogin, einem französischen Open-Source-Dienst für E-Mail-Aliase. SimpleLogin wurde direkt in Proton Pass integriert und gibt Nutzern die Möglichkeit, unbegrenzt viele E-Mail-Aliase zu erzeugen — eine unter den großen Passwort-Managern einzigartige Funktion. Die Kombination aus Passwortverwaltung und E-Mail-Aliasen bildet eine umfassende Schutzschicht für die eigene Identität: Jedes Online-Konto erhält ein eigenes Passwort und eine eigene E-Mail-Adresse, was den Schaden eines einzelnen Datenlecks minimiert.
Proton beschäftigt über 500 Menschen und hat Millionen Nutzer weltweit, mit einer starken Basis in Europa. Das Unternehmen finanziert sich überwiegend über Abo-Einnahmen. Die Anschubfinanzierung stammte aus einer Crowdfunding-Kampagne 2014 und einer Seed-Runde 2015 unter Führung von Charles River Ventures und der Genfer Stiftung FONGIT; seit Juni 2024 ist die gemeinnützige Proton Foundation größte Anteilseignerin. Nutzerdaten hat Proton nie verkauft, Werbung nie geschaltet. Diese Ausrichtung des Geschäftsmodells ist zentral für die Glaubwürdigkeit von Proton: Es gibt keinen finanziellen Anreiz, den Datenschutz aufzuweichen. Der Schweizer Hauptsitz bietet zusätzlichen Schutz, denn das Schweizer Datenschutzrecht gehört traditionell zu den stärksten der Welt, mit soliden Schutzmechanismen gegen Datenanfragen ausländischer Regierungen.
Sicherheit & Compliance
Proton Pass setzt Sicherheitspraktiken um, die auf der über zehnjährigen Erfahrung der Proton AG mit verschlüsselter Kommunikation beruhen:
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit bewährten kryptografischen Verfahren — alle Tresordaten (Passwörter, Notizen, URLs, Metadaten) werden vor der Übertragung auf dem Client verschlüsselt, und die Schlüssel verlassen nie Ihre Geräte
- Zero-Knowledge-Architektur — die Server von Proton speichern nur verschlüsselte Daten; selbst unter rechtlichem Zwang kann Proton nicht auf Ihre Tresorinhalte zugreifen
- Quelloffene Client-Anwendungen auf GitHub, die von der Community begutachtet und unabhängig überprüft werden können
- Unabhängige Sicherheitsaudits durch renommierte Firmen, mit öffentlich einsehbaren Auditberichten
- Einhaltung des Schweizer Datenschutzgesetzes (DSG) als Schweizer Gesellschaft, die einem der datenschutzfreundlichsten Rechtsrahmen der Welt unterliegt
- Ausrichtung an der DSGVO — die Schweiz ist zwar kein EU-Mitglied, doch Proton richtet sich für seine europäischen Nutzer freiwillig nach den Standards der DSGVO
- Secure-Remote-Password-Protokoll (SRP) für die Authentifizierung, sodass Ihr Master-Passwort nie an die Server von Proton übertragen wird, nicht einmal als Hash
- Schlüsselableitung mit Argon2, um Verschlüsselungsschlüssel aus Ihrem Master-Passwort abzuleiten — mit starkem Schutz gegen Brute-Force-Angriffe auf gestohlene Tresordaten
- Bug-Bounty-Programm, das externe Forscher für die verantwortungsvolle Meldung von Sicherheitslücken belohnt
- SOC-2-Konformität für Geschäftskunden, die eine formelle Prüfbestätigung benötigen
Integrations-Ökosystem
Proton Pass ist ins Proton-Ökosystem eingebunden und auf allen wichtigen Plattformen verfügbar:
- Browsererweiterungen für Chrome, Firefox, Edge, Brave und andere Chromium-basierte Browser mit automatischem Ausfüllen, automatischem Speichern und Passwortgenerator
- Mobile Apps für iOS und Android mit biometrischer Entsperrung (Face ID, Touch ID, Fingerabdruck) und Anbindung an die systemweiten Autofill-Schnittstellen
- Integration ins Proton-Ökosystem — arbeitet nahtlos mit Proton Mail, Proton VPN, Proton Drive und Proton Calendar unter einem einzigen Proton-Konto zusammen
- E-Mail-Aliase von SimpleLogin — integrierte Erzeugung und Verwaltung von E-Mail-Aliasen dank der Übernahme von SimpleLogin durch Proton
- Integrierter 2FA-Authenticator — erzeugt TOTP-Codes für jeden Dienst mit Zwei-Faktor-Authentifizierung, sodass keine separate Authenticator-App nötig ist
- Passkey-Unterstützung — Passkeys speichern und für passwortlose Anmeldungen auf unterstützten Websites nutzen
- Import-Tools — direkter Import aus LastPass, 1Password, Bitwarden, Dashlane, KeePass, Chrome, Firefox, Safari und anderen Passwort-Managern
- CSV-Export für die Datenportabilität, falls Sie Proton Pass einmal verlassen möchten
- Passwortgenerator — konfigurierbarer Generator für starke Zufallspasswörter, Passphrasen und PINs
- Sicheres Teilen (Plus-Tarif) — Passwörter und Notizen Ende-zu-Ende-verschlüsselt mit anderen Proton-Pass-Nutzern teilen
Für wen lohnt sich der Wechsel?
Proton Pass ist ideal für:
- LastPass-Nutzer, die nach den Datenlecks von 2022–2023 das Vertrauen verloren haben und eine nachweislich sicherere Alternative suchen
- Datenschutzverfechter, die eine Ende-zu-Ende-verschlüsselte Passwortverwaltung ohne Metadaten-Lecks wollen
- Nutzer des Proton-Ökosystems, die eine einheitliche Datenschutzplattform unter einem Konto wünschen
- Preisbewusste Nutzer, die kostenlos unbegrenzt viele Passwörter auf unbegrenzt vielen Geräten brauchen
- Entwickler, die Open-Source-Software schätzen und Sicherheitsversprechen per Code-Review überprüfen möchten
- Europäische Unternehmen, die eine an der DSGVO ausgerichtete Passwortverwaltung von einem Schweizer Anbieter mit Hosting in der Schweiz und der EU bzw. im EWR brauchen
Fazit
Proton Pass ist der Passwort-Manager, der LastPass hätte sein sollen. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung deckt alles ab — nicht nur Passwörter, sondern auch sämtliche Metadaten, URLs und Notizen. Der kostenlose Tarif ist mit unbegrenzt vielen Passwörtern auf unbegrenzt vielen Geräten wirklich großzügig, und die Bezahltarife bieten leistungsstarke Funktionen wie unbegrenzt viele E-Mail-Aliase, das Teilen von Passwörtern und Dark Web Monitoring zu einem niedrigeren Preis als LastPass.
LastPass hat weiterhin Vorteile bei Enterprise-Funktionen (SCIM-Bereitstellung, Verzeichnisintegration). Für große Organisationen mit komplexem Identitätsmanagement kann der Business-Tarif von LastPass mehr Verwaltungswerkzeuge bieten.
Doch für Einzelpersonen, kleine Teams und alle, die Passwortsicherheit nach den LastPass-Lecks ernst nehmen, ist Proton Pass die klare Wahl — sicherer durch seine Architektur, großzügiger im kostenlosen Tarif und getragen von einem Unternehmen, dessen gesamtes Geschäftsmodell davon abhängt, Ihre Daten privat zu halten.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Proton Pass nach den LastPass-Datenlecks sicherer als LastPass?
Proton Pass nutzt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Alle Tresordaten — Passwörter, Notizen und Metadaten — werden auf Ihrem Gerät verschlüsselt, bevor sie an die Server von Proton gehen. Selbst Proton kann nicht auf Ihre Passwörter zugreifen. LastPass dagegen erlitt 2022–2023 schwere Datenlecks, bei denen verschlüsselte Tresordaten gestohlen wurden. LastPass betonte zwar, die Tresore seien verschlüsselt gewesen, doch Sicherheitsforscher wiesen nach, dass Metadaten wie Website-URLs unverschlüsselt gespeichert waren — was gezielte Phishing-Angriffe auf die Betroffenen ermöglichte.
Was sind E-Mail-Aliase und wie funktionieren sie in Proton Pass?
Mit E-Mail-Aliasen (Hide-my-email) erzeugen Sie für jedes Online-Konto eine eigene, zufällige E-Mail-Adresse. Wenn Sie sich auf einer Website registrieren, verwenden Sie statt Ihrer echten Adresse einen von Proton Pass erzeugten Alias wie random123@simplelogin.com, der an Ihr echtes Postfach weiterleitet. Wird die Website gehackt oder verschickt sie Spam, deaktivieren Sie einfach diesen einen Alias. Kostenlose Nutzer erhalten 10 Aliase, zahlende Nutzer unbegrenzt viele. Möglich macht das die Übernahme von SimpleLogin durch Proton.
Kann ich meine Passwörter von LastPass in Proton Pass importieren?
Ja. Proton Pass enthält ein integriertes Import-Tool, das LastPass-Exportdateien direkt akzeptiert. Exportieren Sie Ihren Tresor aus LastPass als CSV-Datei und übertragen Sie dann mit der Importfunktion von Proton Pass alle Passwörter, Notizen und Zugangsdaten. Das dauert unabhängig von der Tresorgröße nur wenige Minuten. Proton Pass unterstützt auch Importe aus 1Password, Bitwarden, Chrome, Firefox und anderen Passwort-Managern.
Unterstützt Proton Pass Passkeys?
Ja. Proton Pass unterstützt das Speichern von Passkeys und die Anmeldung damit, sodass Sie den neuen Standard für passwortlose Logins auf allen Websites nutzen können, die ihn unterstützen. Passkeys werden in Ihrem verschlüsselten Proton-Pass-Tresor gespeichert und geräteübergreifend synchronisiert — eine sicherere Alternative zu klassischen Passwörtern mit dem gewohnten Komfort des automatischen Ausfüllens.
Gehört Proton Pass zum Proton-Ökosystem, und brauche ich Proton Mail, um es zu nutzen?
Proton Pass ist Teil des breiteren Proton-Ökosystems, zu dem Proton Mail, Proton VPN, Proton Drive und Proton Calendar gehören. Sie brauchen jedoch kein anderes Proton-Produkt, um Proton Pass zu nutzen — Sie können ein kostenloses Proton-Konto anlegen und nur den Passwort-Manager verwenden. Die Produkte arbeiten allerdings gut zusammen, und der Tarif Proton Unlimited bündelt alle Dienste zu einem günstigeren Preis.
War das hilfreich?
Entdecken Sie mehr europäische Alternativen
252 datenschutzfreundliche, DSGVO-konforme Alternativen zu US-Technologiediensten.